Die Geste und die Farbe : eine Art und Weise, einen erinnerungswürdigen Augenblick festzuhalten

Die Malerei von Mathilde Sauvanon fällt aus dem Berich der Darstellung heraus.
Sie gibt ihren Werken nur zur Unterscheidung Titel.
Das ähnelt eher einer Topologie als einem Verfahren der Beschreibung, ohne unbedingt auf jeden narrativen Inhalt zu verzichten. Die Begegnung der Geste und der Farbe ist für sie eine Art, ein besonderes Gefühl oder einen erinnerungswürdigen Moment heraufzubeschwören.

(…) Muss man einem Werk unbedingt einen Titel geben? (…) Für M. Sauvanon ermöglicht der Titel (…), eine Verbindung zwischen einem Werk und der Person herzustellen, die es erworben hat, natürlich aus einer Wahlverwandschaft heraus. (…) Das Wichtige ist letztlich, was der Andere sieht, was er von der Aussage wahrnimmt, sollte er auch dem ursprünglichen Inhalt des Bildes einen Teil seiner eigenen Geschichte hinzufügen müssen. (…)

M. Sauvanon liebt über alles die Malerei von Nicolas de Staël. Manchmal bringt sie architektonische Motive in ihre Bilder ein. Sie benutzt auch grobe Nachahmungen und verachtet in keiner Weise kalligraphische Techniken (…) und benutzt nebenbei Falttechniken (…). Ihre Malerei ist meist mit Acrylfarben ausgeführt, auf die sie einen speziellen Lack aufträgt.(…)

Zwischen Rouen und Antibes geht M. Sauvanon ihrem Ausdrucksbedürfnis nach, von einem Licht zum anderen, von Nebeleffekten zu den schärferen Konturen des Mittelmeergesteins. (…)

Luis PORQUET, Kunstkritiker - 05/2005



Mit den Kunstmalern steht es so wie mit anderen Sterblichen : die Medienvorgaben entsprechen nicht unbedingt dem Talent.
Bei Mathilde SAUVANON stehen diskrete aufrichtige Eigenschaffen im §Einklang mit ihrer artistischen originellen Ader.
Die nuancenreiche Farbpalette wird effektvoll zur Wirkung gebracht, wobei die Formgastaltung die artistischen Grundsätze beachtet. Brillante Lichteffekte und verfürerische Ideen lassen Ikonenwelten wieder aufleben.

André Ruellan


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